
Der Online-Katalog
Ziel ist die Erstellung eines forschungsbasierten, höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Online-Katalogs des vom Berliner Kupferstichkabinett bewahrten »Erbe Schinkels«. Er wird etwa 5.000 größtenteils eigenhändige Zeichnungen und etwa 500 druckgraphische Blätter von und nach Schinkel umfassen. Die Freischaltung erfolgt nach Abschluss des Forschungsprojektes Ende 2012.
Im Katalog wird das ganze Schaffen des »Universalgenies« – des Architekten, Malers, Bühnenbildners, Designers und natürlich des Zeichners Schinkel – zur Darstellung kommen: Schinkels frühe, noch in Abhängigkeit von Friedrich Gilly entstandenen Blätter ebenso wie die Reiseskizzen, die Vorzeichnungen und Entwürfe zu Panoramen, Gemälden und Bühnenbildern wie die Arbeiten für das Kunstgewerbe und – den größten Werkkomplex ausmachend – das architektonische Schaffen.
Der Katalog soll über umfassende Recherche- und Suchmöglichkeiten verfügen, mit deren Hilfe Schinkels Werk überhaupt erstmals in seiner ganzen Komplexität und Vielfalt der Wissenschaft wie dem interessierten Publikum erschlossen wird.
Jede Zeichnung wird vollständig dargestellt. Eine Zoomfunktion ermöglicht die Ausschnittsvergrößerung. Ziel ist eine gänzlich neue Sacherschließung als Fundament weiterführender Erkenntnisse. Gleichzeitig kann der Benutzer in den Skizzenbüchern online blättern, was bei den besonders empfindlichen Originalen nur sehr eingeschränkt möglich ist und zudem entscheidend zu ihrer Schonung beiträgt.
Einen wesentlichen Bestandteil des Katalogs werden die Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchungen ausmachen, die in ihrer Tiefe und Breite ein Novum in der Erforschung der Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts darstellen.
Einführende Texte und Beiträge von renommierten Wissenschaftlern, die zum Teil eigens für das Projekt gewonnen werden konnten, erläutern die einzelnen Zeichnungen, Projekte und Werkkomplexe und stellen diese in das Oeuvre Schinkels und darüber hinaus in den Gesamtzusammenhang der Kunst- und Architekturentwicklung der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchung fließen hier mit ein.
Über eine Mailadresse wird der direkte Kontakt und weltweite wissenschaftliche Austausch möglich sein, der den kontinuierlichen Ausbau des Katalogs unterstützt.

